Jetzt anmelden für viertes Gutachtenseminar der Klinik Nette-Gut

Weißenthurm/Andernach. An der Klinik Nette-Gut für Forensische Psychiatrie hat sich mit dem Gutachtenseminar des Gutachteninstituts eine Veranstaltungsreihe etabliert, die mittlerweile über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus großes Interesse hervorruft. Von Freitag, 12., bis Samstag, 13. April, jeweils 9 bis 16 Uhr, steht die bereits vierte Auflage der Fortbildung auf dem Programm. Wie die anderen Termine, ist auch das vierte Seminar mit dem Titel „4. Gutachtenseminar der Klinik Nette-Gut: Forensische Prognosebegutachtung – praxisnah Teil 2“ inhaltlich eigenständig.

Seminarleiterin Sonja Dette sagt: „Der Titel bedeutet nicht, dass man das dritte Seminar besucht haben muss, um dem vierten folgen zu können. Unsere bisherigen Seminare stehen alle für sich. Dort, wo die Seminare aufeinander aufbauen, nehmen wir alle Teilnehmenden durch die inhaltliche Struktur mit. Die Erstellung von forensischen Sachverständigengutachten ist sehr komplex, erfordert viel Erfahrung. Deshalb werden wir uns den Grundlagen der Prognosebegutachtung in diesem Seminar wieder sehr praxisorientiert widmen.“

Auf die Vorträge folgt jeweils die praktische Anwendung und Übung des Erlernten in Kleingruppen anhand eines konkreten Gutachtenfalls. Dieser wird vorab versendet und zu Beginn des Seminars einleitend besprochen, sodass Teilnehmende, die Teil 1 des Prognoseseminars besucht haben sich wieder einfinden, und die zu Teil 2 hinzukommenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer unabhängig von Seminarteil 1 teilnehmen können – der Gutachtenfall wird somit am Ende abschließend bearbeitet sein. Sonja Dette: „Unser Ziel ist es, in einem unterstützenden Rahmen die Möglichkeit zu bieten, zu lernen, sich auszuprobieren und hilfreiches Feedback zu erhalten.“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren zudem, wie Therapiefortschritte im geschützten Rahmen beurteilt werden können, insbesondere vor dem Hintergrund, dass nach 6 und 10 Unterbringungsjahren seitens des Gesetzgebers erhöhte Anforderungen gestellt werden. In diesem Zusammenhang setzen sich die Teilnehmenden mit empirischen Daten zur Wirksamkeit der Maßregelvollzugsbehandlung auseinander sowie damit, welche prognoserelevanten Spezifika zu berücksichtigen sind.

Gelernt wird, was bei der Hinzuziehung von Basisraten zu beachten ist, wie bei deren Auswahl vorzugehen ist und wie diese in die Individualprognose integriert werden sollten – insbesondere auch bei divergierenden Ergebnissen idiografischer und nomothetischer Methoden. Es wird dargestellt, wie man die prognoserelevante Zusammenfassung eines Gutachtens anfertigt und Empfehlungen für Lockerungen, Weisungen und Bewährungsauflagen ableitet sowie das Gutachten schließlich liquidiert.

 

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