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Reformen des Maßregelvollzugs im Mittelpunkt der Forensiktage der Klinik Nette-Gut

Bei den 13. Forensiktagen der Klinik Nette-Gut (KNG) stand natürlich das Thema „Novellierung des Gesetzes zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB“ im Vordergrund.

Diese lässt erwarten, dass mit einer geringeren Einweisungsquote und mit früheren Entlassungen von Patienten zu rechnen ist. Das zweite Thema, das für die Forensik im Mittelpunkt des Interesses steht, ist das neue Maßregelvollzugsgesetz des Landes Rheinland-Pfalz. In der KNG könne man derzeit von rund 30 zu entlassenen Patienten ausgehen, sagte Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (Träger der KNG). Im Ministerium gäbe es dazu eine gute und konstruktive Diskussion, Konzepte würden erarbeitet. „Wir brauchen mehr Zusammenarbeit mit der gemeindenahen Psychiatrie", sagte Gaß. Der Ärztliche Direktor der Klinik, Wolfram Schumacher-Wandersleb, sprach von „Aufgaben ohne Ende". Aber immerhin wisse er um eine „starke Truppe" und einen „starken Rücken" bei der Bewältigung dieser Aufgaben. „Umbruch ist ein passender Ausdruck", sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Die Reform bringe große Herausforderungen mit sich. Der Runde Tisch im Ministerium ziele darauf ab, den Patienten nach der Entlassung ein Angebot machen zu können. Die Initiatoren der Forensiktage hatten wie gewohnt Referenten aus verschiedenen Bereichen angeworben, um das Thema der Veranstaltung möglichst breit und in vielen Facetten zu beleuchten.

 

In Anwesenheit der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Bildmitte) wurden die 13. Forensiktage der Klinik Nette-Gut eröffnet.